Ein entscheidender Schritt für die Sanierung der Donaubrücke an der L 277 ist geschafft: Die rund 300 Tonnen schwere Stahlkonstruktion der Behelfsbrücke wurde über der Donau an ihre endgültige Position geschoben. Damit soll der Verkehr während der weiteren Bauarbeiten über den Fluss geführt werden können, ohne dass eine langwierige Umleitung nötig wird.
Der Landkreis Tuttlingen meldet den Abschluss dieses Arbeitsschritts am 10. August 2026. Die Stahlkonstruktion wurde mithilfe von zwei Kränen und eines sogenannten Vorbauschnabels Schritt für Schritt eingeschoben. Die Sanierung der bestehenden Donaubrücke ist Teil einer Baumaßnahme des Regierungspräsidiums Freiburg.
THW mit rund 60 Einsatzkräften beteiligt
Am Aufbau und Einbau der Behelfsbrücke waren rund 60 ehrenamtliche Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks beteiligt. Unter ihnen waren 45 Brückenbauer. Landrat Stefan Bär informierte sich vor Ort über die Arbeiten und dankte den Helferinnen und Helfern persönlich.
„Die Helferinnen und Helfer des THW leisten unter den hochsommerlichen Temperaturen großartige Arbeit. Was hier in den vergangenen Tagen entstanden ist, zeugt von hoher Fachkompetenz, beeindruckendem Teamgeist und großem ehrenamtlichem Engagement“,
sagte Bär laut Mitteilung des Landkreises. Er hob außerdem den professionellen Ablauf der Brückenarbeiten und der dahinterstehenden Organisation hervor.
Für das THW sei die Baumaßnahme auch eine Möglichkeit, Fähigkeiten unter realen Bedingungen zu trainieren und weiterzuentwickeln, erklärte der Landrat. Für die Region bedeute der Einsatz zugleich einen wichtigen Beitrag zur gesamten Brückensanierung.
Freigabe für Ende August erwartet
Für Autofahrer ist der nächste Bauabschnitt besonders wichtig. Nach dem Einschub stehen zunächst Asphalt- und Markierungsarbeiten sowie die Anbindung der Behelfsbrücke an die bestehende Straße an. Danach muss die Konstruktion einen Belastungstest bestehen.
Voraussichtlich Ende August 2026 soll die Behelfsbrücke für den Verkehr freigegeben werden. Erst anschließend kann die bestehende Donaubrücke abgebrochen werden. Der Abschluss der gesamten Sanierung ist für Ende 2027 vorgesehen.
Kosten und weitere Verwendung
Die Kosten für die Behelfsbrücke werden mit rund drei Millionen Euro angegeben. Das Land Baden-Württemberg, der Landkreis Tuttlingen und die Stadt Tuttlingen übernehmen die Summe jeweils zu einem Drittel.
Die Ersatzbrücke bleibt nicht dauerhaft an diesem Standort. Nach dem Ende der Brückensanierung Ende 2027 soll sie wieder zurückgebaut werden. Die Bauteile sollen anschließend an anderer Stelle erneut verwendet werden.