Für die Gartenschau in Tuttlingen sollen zwei wichtige Querungen über die Donau neu entstehen: der Koppenlandsteg nahe dem Bahnhof und der Sängersteg zwischen Stadtgarten und Donausteg. Erste Entwürfe für beide Brücken wurden am Donnerstag, 5. Oktober 2026, im Gartenschau-Ausschuss vorgestellt. Nach Angaben der Stadt ist in beiden Fällen eine nahezu vollständige Finanzierung durch Fördermittel möglich.
Neuer Koppenlandsteg führt direkt vom Bahnhof zur Donau
Der neue Koppenlandsteg soll die beiden baufälligen Fußgänger- und Radfahrerbrücken im Bereich des Koppenlandes ersetzen. Geplant ist der Neubau direkt auf Höhe des Bahnhofs. Dadurch soll künftig ein unmittelbarer Zugang vom Bahnhof über einen Durchbruch zur Brücke und weiter zum Koppenland am gegenüberliegenden Donauufer entstehen.
Vorgesehen ist eine 4,50 Meter breite Stahlkonstruktion. Sie soll teilweise von Stahlwänden und teilweise von offenen Geländern eingefasst werden. Die Fahrbahn wird nach den vorgestellten Plänen aus Stahlbeton bestehen. Die filigrane Brücke soll mit nur einer Stütze auskommen. Das soll den Hochwasserschutz verbessern.
Mit einer Spannweite von 51 Metern wird der Koppenlandsteg deutlich länger als die bisherigen Brücken. Als Grund nennt die Stadt die geplante Veränderung des Flussraums: Die Donau soll in diesem Bereich künftig nicht mehr in einem engen Betonkorsett verlaufen, sondern freier fließen können und im Frühjahr auch über die Ufer treten.
Baudezernent Florian Steinbrenner beziffert die Gesamtkosten für den Koppenlandsteg auf 4,85 Millionen Euro. Nach derzeitigem Stand könnten die Kosten voraussichtlich nahezu vollständig aus verschiedenen Förderprogrammen von Bund und Land gedeckt werden. Unter anderem sollen 2,45 Millionen Euro aus dem kommunalen Programm des Sondervermögens LuKIFG beantragt werden.
Sängersteg soll bis Ende 2028 fertig sein
Auch der Sängersteg zwischen Stadtgarten und Donausteg wird ersetzt. Die Planung übernimmt dasselbe Büro, das bereits den Rathaussteg entworfen hat. Gestalterisch soll sich die neue Verbindung an diesem Vorbild orientieren.
Geplant ist eine 53 Meter lange und 5,6 Meter breite Holzverbund-Konstruktion mit einer Betonfahrbahn. Der Baubeginn ist für April 2027 vorgesehen. Bis Ende 2028 soll die Brücke fertiggestellt sein.
Für den neuen Sängersteg rechnen die Planer mit Kosten von 6,28 Millionen Euro. Dafür ist nach Angaben der Stadt eine Förderung von 5,9 Millionen Euro möglich. Auch bei diesem Projekt sollen teilweise Mittel aus dem LuKIFG eingesetzt werden. Mit beiden Brücken will Tuttlingen die Wege zwischen Bahnhof, Stadtgarten, Donausteg und Koppenland im Zuge der Gartenschau neu ordnen.