Die Hermann-Hesse-Realschule in Tuttlingen hat ihren neuen Pausenhof eingeweiht. Nach rund einem Jahr Bauzeit ist aus dem früheren Asphaltgelände ein Bereich mit Sitzgelegenheiten, Bäumen, einem Lernbereich, einem Sonnensegel sowie Spiel- und Bewegungsangeboten geworden.

Hackschnitzel-Heizwerk löste Umbau aus

Auslöser für das Projekt war zunächst eine Erweiterung des angrenzenden Hackschnitzel-Heizwerks durch die Stadtwerke Tuttlingen (swt). Dafür musste die Schule einen Teil ihres bisherigen Pausenhofs abtreten. Als Entschädigung wurde der verbleibende Hof umfassend saniert.

Die Stadt Tuttlingen investierte dafür insgesamt rund 700.000 Euro. Ein Teil der Kosten entstand durch die aufwändige Entsorgung des belasteten Asphalts. Oberbürgermeister Michael Beck verteidigte die Ausgabe bei der Einweihung: „Für diese Summe bekamen wir nicht nur Lob“, so OB Michael Beck, „aber sie ist gut angelegt.“ Der Pausenhof sei heute auch ein Lernort.

Unterricht unter freiem Himmel

Rektorin Simome Kauderer verwies auf die zusätzlichen pädagogischen Möglichkeiten. Zum neuen Hof gehört ein „grünes Klassenzimmer“, in dem Unterricht im Freien stattfinden kann. Zugleich diene der Pausenhof als informeller Lernort: Kinder könnten dort Kommunikation und Konfliktbewältigung einüben.

Bei der Einweihung unter schönstem Herbstwetter gestalteten die Klassen acht und fünf musikalische Beiträge. Nach dem offiziellen Durchschneiden des Bandes nahmen die Schülerinnen und Schüler den neuen Hof beim Pausenhoffest in Besitz. Besonders beliebt war ein Stand mit kostenlosem Popcorn.