In der Neubrandenburger Innenstadt ist ein Polizeieinsatz rund um eine angemeldete Wahlkampfveranstaltung und zwei Gegenversammlungen weitgehend störungsfrei verlaufen. Nach dem Ende der Hauptveranstaltung nahm die Polizei gegen zwei Männer Anzeigen wegen des Verwendens verfassungswidriger Symbole auf.

Die Polizeiinspektion Neubrandenburg war am 3. September 2026 mit eigenen Kräften und Unterstützung der Bereitschaftspolizei im Einsatz. Am Nachmittag setzte sich ein Aufzug mit in der Spitze etwa 130 Teilnehmern vom Bahnhof aus in Bewegung und stoppte in der Treptower Straße.

Mehrere Versammlungen in der Innenstadt

Eine weitere Gegenveranstaltung fand stationär auf Höhe der Turmstraße und Stargarder Straße statt. Auch dort wurden laut Einsatzfazit bis zu etwa 130 Teilnehmer gezählt. Ein Teil dieser Menschen schloss sich anschließend dem Protest in der Treptower Straße an.

Die Hauptveranstaltung begann am Abend und dauerte etwa zweieinhalb Stunden. Innerhalb des abgesperrten Bereichs auf dem Marktplatz befanden sich nach Einschätzung der Polizei etwa 600 Teilnehmer. Außerhalb des Bereichs hielten sich durchgehend rund 300 Zuschauer auf, die nicht alle eindeutig einer bestimmten Veranstaltung zugeordnet werden konnten.

Zwei Anzeigen nach Veranstaltungsende

Nach dem Ende der Hauptveranstaltung stellten Einsatzkräfte zwei Männer fest, die einen Hitlergruß gezeigt haben sollen. Gegen beide wurden Anzeigen nach Paragraf 86a des Strafgesetzbuchs wegen des Verwendens verfassungswidriger Symbole aufgenommen.

Polizeidirektor Tino Peisker bewertete die Einsatzstrategie als erfolgreich. Die Teilnehmer der Hauptveranstaltung hätten Redebeiträge anhören können, während die Teilnehmer der Gegenveranstaltungen ihren Protest äußern konnten. Weitere Angaben zu den beiden Beschuldigten enthält die Mitteilung nicht.