Die Gartenschau 2031 in Tuttlingen geht in die nächste Vorbereitungsphase: Der neu gegründete Gartenschau-Ausschuss des Gemeinderats hat erstmals getagt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Bürgerschaft an den weiteren Planungen beteiligt werden kann. Das planerische Grobkonzept liegt bereits vor, nun soll die Umsetzung organisatorisch vorbereitet werden.
Die Stadt veröffentlichte die Informationen am 2. Oktober 2026. Nach ihren Angaben tagte der Ausschuss erstmals am Donnerstag; die konstituierende Sitzung fand am Dienstag statt. Zunächst ging es vor allem um die Strukturen, die in den kommenden Jahren für die Vorbereitung und Durchführung der Gartenschau benötigt werden.
Arbeitskreis soll viele Gruppen einbinden
Der Ausschuss besteht aus zehn Mitgliedern des Gemeinderats. Vertreten sind Axel Enslin, Janne Guddei und Michael Seiberlich für die CDU, Uwe Schwartzkopf und Katja Rommelspacher für die LBU, Michael Meihack und Till Haendle für die FW, Manfred Mussgnug für die SPD, Peter Stresing für die AfD sowie Jacqueline Ferraro für die FDP.
Während der Ausschuss konkrete Beschlüsse fassen soll, ist für die kreative Vorarbeit ein eigener Arbeitskreis vorgesehen. Ihm sollen neben Gemeinderatsmitgliedern auch Vertreter des Handels, der Gastronomie und der Vereine angehören. Außerdem sind Schüler, Senioren und zufällig ausgewählte Bürger als mögliche Mitglieder genannt.
Über die genaue Zusammensetzung des Arbeitskreises ist laut Stadt noch nicht entschieden. Inhaltlich soll er unter anderem Ideen und Konzepte für die Durchführung entwickeln. Auch die weitere Beteiligung der Öffentlichkeit, das Veranstaltungsprogramm sowie Werbung und Netzwerkarbeit sollen dort zur Diskussion stehen.
37,8 Millionen Euro für die Gartenschau eingeplant
Eine frühe sichtbare Aufgabe steht bereits fest: Tuttlingen soll bald ein Logo und ein Maskottchen für die Gartenschau bekommen. Der Ausschuss hat außerdem einen eigenen Gartenschauhaushalt beschlossen.
Dieser sieht Investitionen von insgesamt 37,8 Millionen Euro vor. Der städtische Anteil ist dabei auf 11 Millionen Euro begrenzt. Die übrige Finanzierung soll aus Fördergeldern kommen. Damit ist der finanzielle Rahmen benannt, während zentrale Fragen zur Organisation, zum Programm und zur Beteiligung noch weiter beraten werden.
Auch Führungen vor Ort sollen in der Vorbereitungszeit regelmäßig stattfinden. Die Stadt kündigte zudem an, dass der Gartenschau-Ausschuss über weitere Vorbereitungen beraten wird.